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Wochenausblick: Spannende Handelswoche

Was den strangulierenden Abschreibungs-Bedarf betrifft, haben wir jetzt eine ähnliche Situation wie 2001. Zuvor in der Boomphase ab Mitte der 90er hatten Unternehmen dank voller Kassen wie wild eingekauft: Übernahmen, Beteiligungen, die nur zu oft überteuert waren. Ab 2000 war die Party vorbei: Rezession. Plötzlich waren die eingekauften „Perlen“ sehr viel weniger wert. Diese nunmehr spottbilligen Einkäufe mussten jetzt noch abgeschrieben werden. Schon damals lag der Abschreibungsbedarf bei etlichen Milliarden. Das wirkte krisenverschärfend. Ab 2003 erholte sich die Konjunktur. Und ähnlich wie der DAX stiegen auch wieder die Akquisitionen (verstärkt ab 2005). Und wieder wurde oft zu viel gezahlt. Dabei kam den Unternehmen entgegen, dass die alten Bilanzregeln aufgeweicht wurden. Nach diesen alten Regeln hätten sie nämlich regelmäßig abschreiben müssen. 2004 aber wurde der Bilanzstandard IFRS neu geregelt. Regelmäßige Abschreibungen waren jetzt nicht mehr Pflicht. Ein Einfallstor zur kreativen Buchführung. Und tatsächlich sind aktuell die mittlerweile viel zu teuren Akquisitionen größtenteils noch nicht abgeschrieben. Ein Pulverfass: Mehrere Milliarden Euro Abschreibungsbedarf in DAX und MDAX. Für den DAX heißt das: Der Großteil der erwarteten DAX-Gewinne wäre damit vernichtet. Erschreckend: Die richtig teuren Übernahmen wie z. B. die der Dresdner Bank durch die Commerzbank sind in dieser Analyse noch gar nicht enthalten. Fest steht indes, dass je länger die Krise dauert, desto eher droht auch bei Industrie- und Dienstleistungs-Unternehmen ein ähnliches Abschreibungs-Desaster wie zuletzt bei Bankwerten. Dann kommt ein Teufelskreis in Fahrt: Jede Abschreibung drückt den Börsenkurs. Das wiederum sorgt später für neue Abschreibungen. Doch eine Hoffnung bleibt. Die eben genannten Verlustzahlen werden nur auftauchen, wenn das schlimmste von 3 folgenden Szenarios eintritt: Ein Indexstand von 3.000 Punkten. Das allerdings ist durchaus denkbar. Szenario 1: DAX liegt bei 5.000 Punkten Szenario 2: DAX liegt bei 4.000 Punkten Szenario 3: DAX liegt bei 3.000 Punkten Doch selbst, wenn wir uns über einen Traumwert von 5.000 Punkten im DAX freuen könnten, müssten alle DAX-AGs immer noch 8,5 Mrd. Euro abschreiben. Dazu kommen weitere Bilanzposten: Billig gewordene Wertpapiere, zu teuer erworbene Rohstoffe. Und Produkte, die in der Krise keiner kauft. All diese „Bilanzleichen“ können nicht jahrelang zu den Ursprungspreisen durch die Bücher geschleust werden. Hier eine gute Nachricht: Bei TecDax-Unternehmen sind Abschreibungen eher nicht existenzbedrohend. Noch eine Bitte, lieber Leser ... Wenn Sie die folgenden Zahlen sehen, und Sie haben Aktien der genannten Unternehmen im Depot: Werden Sie nicht panisch! Entscheidend ist, welche Chancen ein Unternehmen hat, auch während der Krise gute Geschäfte zu machen. Siehe Deutsche Telekom: Die erscheint zwar in der Liste, aber telefoniert wird wohl auch in den nächsten Jahren. Ich selbst investiere in einige der aufgeführten Unternehmen weiterhin. Entscheidend ist letztlich das exakte Abwägen von Chancen und Risiken. Zusätzlich erhalten Sie mit dem Falkentelegramm alle wichtigen Informationen zu den Unternehmen aus MDAX, SDAX, TecDAX – kurz dem Nebenwertebereich – täglich aktuell und kostenlos in Ihr E-Mail Postfach. Hier erfahren Sie, welche weiteren Unternehmen gefährdet und welche Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet sind.

Der Wochenauftakt brachte bereits die ersten News. In Japan ist der Tankan-Bericht veröffentlicht worden. Am Nachmittag folgen aus den USA der NY Empire State Index, die Angaben zu den Kapitalmarktzuflüssen und zur Industrieproduktion sowie Angaben zur Kapazitätsauslastung.
 
Der Dienstag steht dann ganz im Schatten der amerikanischen Notenbanksitzung. Erwartet wird eine weitere Zinssenkung. Diese dürfte dann den Euro weiter kräftigen. Doch auch die Zahlen zum Verkauf neuer Häuser, zu den Verbraucherpreisen sowie zu den Realeinkommen werden genauso erwartet, wie die Quartalsergebnisse von Adobe Systems und Best Buy.
 
Zur Wochenmitte gibt es aus den USA die Öl-Lagerbestände.  Ferner gewähren Norddeutsche Affinerie, General Mills und Nike einen Einblick in die Bücher.

Der Donnerstag wird dann neben dem ifo-Geschäftsklimaindex auch noch Wirtschaftsnachrichten in Form von den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, des Philadelphia Fed Index und der Frühindikatoren bringen. Die Vierteljahresergebnisse von Oracle und FedEx dürften auch Auswirkungen auf die Papiere der Mitbewerber hierzulande haben.

Am Freitag wird noch immer keine vorweihnachtliche Ruhe einkehren. Mit dem dreifachen Hexensabbat könnte es vielmehr zu deutlichen Sonderbewegungen kommen. Zusätzlich stehen die Erzeugerpreise hierzulande auf der Agenda.

Copyright © 2009 Auch, wenn ich diese Worte von anderer Seite erwartet hätte, so bin ich über die Klarheit der Botschaft dankbar und CD Bedrucken. Und dass die Globalisierung Unterstützung vom Oberhaupt der katholischen Kirche erhält, ist ein wichtiges Zeichen. Das haben die Börsianer getan. Das Ergebnis ist CD druck. Schon zu Jahresende hin, erholten sich die Kurse weltweit. Und am Freitag zogen die Kurse mit teils über +3 % an. Dabei ist der durchschnittliche Anstieg vom 21. Dezember 2008 an gerechnet, gar nicht so prickelnd.; home, easy